Hamstern – das war einmal. Heute versorgen uns Supermärkte und Discounter mit allem zur gesunden Ernährung Nötigen – und jederzeit. Ein kleiner Vorrat an Lebensmitteln kann trotzdem aus mancher Patsche helfen: Der Fuß ist verknackst, Sie können keinen Schritt tun; die Hausfrau muss ins Krankenhaus, der Partner muss sich nun selbst etwas zubereiten ... Einmal in der Woche größere Mengen einzukaufen statt täglich Einzelportionen spart zudem Zeit, und Sie können Sonderangebote nutzen.
Die Wohnung hat keinen Keller, oder er ist zu warm und zu trocken für Vorräte. Kartoffeln keimen aus, Äpfel werden schrumpelig. Da bleibt nur, den Vorrat klein zu halten. Manche Mehrzonen-Kühlschränke haben ein Kellerfach, dessen Temperatur unabhängig von der im Kühlgerät zu regulieren ist. Bei zwölf Grad lassen sich dort kleinere Mengen Kartoffeln oder Tomaten prima lagern.
Manche – teurere – Kühlschränke haben ein Null-Grad-Fach, in dem sich Lebensmittel bis zu dreimal länger halten als bei den in herkömmlichen Geräten herrschenden vier Grad. Leicht verderbliche tierische Produkte wie Milch und Fleisch in der „trockenen“ Null-Grad-Zone lagern. Im „feuchten“ Fach bleiben kälteunempfindliche Gemüse- und Obstsorten länger knackig.
Friert man sie nicht ein, halten die meisten Lebensmittel nur wenige Tage. Doch es lohnt sich, selbst für die kurze Zeit auf korrekte Lagerung zu achten. So bleibt Brot knusprig, behalten Tomaten ihr Aroma und schimmelt Käse nicht.
Käse können Sie in dem im Handel verwendeten Einschlagpapier belassen: Die Folienschicht schützt vor Austrocknung, das Papier erlaubt dem Käse zu atmen. Klarsichtfolie dagegen (außer von vakuumverpacktem Käse) zu Hause entfernen, sonst droht Schimmel, weil beim Transport gebildetes Kondenswasser nicht entweichen kann. Dichte Plastikdosen ermöglichen keinen Luftaustausch. Besser: die Käseglocke.
Offenes Brot ist in Steingut- oder Keramiktöpfen gut aufgehoben, abgepacktes in seiner Verpackung. Knusprige Sorten bleiben in der „Bäckertüte“ auch so, nicht luftdicht verpacken! Im Kühlschrank wird Brot schnell altbacken, ist aber im Sommer vor Schimmelbildung geschützt.
Kälte ist nicht für alle Obst- und Gemüsesorten die beste Lösung: Fruchtgemüse wie Tomaten und Paprika verlieren dadurch an Aroma. Auch Südfrüchte wie Ananas vertragen keine Kälte. Sie lagern besser bei zwölf Grad in der Speisekammer, im Keller oder Kellerfach des Kühlschranks.
Wurst sollten Sie auspacken und nach Sorten getrennt (Geschmacksübertragung!) in Frischhaltedosen packen. Im Kühlschrank lagern, wo er am kältesten ist: nahe am Verdampfer oder im unteren Bereich auf der Glasplatte. Ebenso Fleisch. Dieses vorher auf einen Teller legen und mit Folie geruchsdicht abdecken.
Konserven halten zwar lange (Obst etwa ein bis zwei Jahre; Gemüse, Fleisch, Wurst ungefähr zwei Jahre). Achten Sie aber auf folgende Regeln:
Heidi Loidl / Senioren Ratgeber;
30.01.2012
Bildnachweis: W&B/Martina Ibelherr, Corbis/Ocean
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